Tausende Kabelkunden von Kabel BW Großraumstörung in Baden-Württemberg betroffen

Foto: Die Jalousien bei KabelBW sind unten.

Seit Mittwoch 26. Februar müssen Tausende Kunden des Kabelnetzbetreibers Kabel BW in Stuttgart, Bad Mergentheim, Esslingen am Neckar und anderen Städten in den sauren Apfel beißen: Internetverbindungen kommen oft gar nicht zustande (Fehlermeldung „Server nicht gefunden“), sind langsam oder es kommt zu Verbindungsabbrüchen. Manchmal benötigt man zum Aufruf einer Webseite 15 Minuten und 20 Klicks auf „Neu versuchen“. Die Telefonie des Anbieters funktioniert hingegen in der Regel einwandfrei. Betroffen sind die Gebiete Stuttgart, Bad Mergentheim, Esslingen am Neckar und weitere Städte.

Schuld sei laut Hotline-Mitarbeitern die Verwendung des Internetprotokolls IPv6. Könnte man in den von Kabel BW bereitsgestellten Kabel-Routern, meist FRITZ!Box 6340 und 6360 Cable, die IPv6 Funktionalität abstellen, wäre das Problem vorübergehend behoben. Da Kabel BW seine Kunden allerdings gängelt und die Änderung bestimmter Funktionen in der FRITZ!Box für den Endkunden gesperrt hat, können die Kunden IPv6 nicht selbst abstellen und müssen weiterhin das World Wide Waiting wörtlich nehmen.

Die Störung hält nun seit einer Woche an. Die Techniker von Kabel BW verzweifeln an der Störungsbeseitigung. Eine offizielle Information zur Störung wurde bisher nicht herausgegeben und niemand kann sagen, wie lange diese noch andauern wird.

Betroffen sind Privat- und Geschäftskunden gleichermaßen. Um die sonst übliche Entstörfrist von zwei bis drei Werktagen versucht sich der Anbieter zu drücken, da es sich ja um eine Großraumstörung handele.

Wir empfehlen den Kunden des Anbieters, schriftlich per Fax und ggf. per Briefpost (Einschreiben nach Fax nicht nötig) eine angemessene Frist zur Entstörung zu setzen und Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Langfristig raten wir den Kunden, nur Anbieter auszuwählen, die bestimmte Funktionen der Firmware des Routers für den Kunden nicht deaktivieren. Der Koalitionsvertrag bezieht hierzu eindeutig Stellung.

Das Kartellamt sieht den Konzern Unitymedia Kabel BW (UMKBW) immer noch als marktbeherrschend an. Kabel BW bereitet seine Kunden derzeit auf das TV-Angebot „Horizon“ vor, das ausschließlich über Kabel BW und eigene Endgeräte von Kabel BW genutzt werden können soll.

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